Herkunft

Der Shetland Sheepdog, kurz Sheltie genannt, entstammt den Shetland Inseln (abgelegendster nördlicher Teil Englands).

 

Der Ursprung der Rasse liegt allerdings im Dunkeln. Sicher waren verschiedene Hunde(rassen) an seiner Entstehung beteiligt, wobei der Border Collie eine wesentliche Rolle gespielt hat.

Verwendung

Es war die Aufgabe des "Toonie Dog", der Vorfahre der Shelties, die Schafe von den "Toons" (kleine Häuser) ferzuhalten. Sie mussten also die ins Farmgelände eingebrochene Schafe wieder zurück in die Berge zurückzutreiben. Er musste bei hartem, nordischen Klima in einem rauhen Gelände arbeiten. Dementsprechend entwickelte er ein dichtes, warmes Harrkleid und seinen athletischen Körperbau.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Sheltie ist eine kleiner, langhaariger Arbeitshund von großer Schönheit und Eleganz. Seine Umrisslinie ist symetrisch, damit er gut proportioniert erscheint. Sein üppiges Haarkleid mit Mähne und Haalskrause und ein schön geformter Kopf mit einem lieblichen Ausdruck verbinden sich zum idealen Erscheinungsbild. Farbe, wie auch Länge des Haarkleids verändern sich beim Sheltie dem Alter entsprechend.

 

Sein prächtiges, volles Haarkleid ist robust. Das harte Deckhaar ist gerade und lässt bei Regenwetter das Wasser gut abfließen, ohne die darunter liegende Wolle zu nässen.

 

Seine ideale Widerristhöhe liegt bei Rüden bei 37 cm und bei Hündinnen bei 35,5 cm. Abweichungen von +/- 2 cm sind erlaubt.

Charakter und Eigenschaften

Vom Wesen her ist der Sheltie seinem Herrn gegenüber ein liebevoller und verständiger Hund. Oft bleibt er fremden Personen gegenüber eher zurückhaltend und reserviert.

 

Er ist ein wachsamer, sanfter, intelligenter und lebhafter Hund. Seine geistigen Reaktionen sind genau so schnell wie seine Körperbewegungen. Der Sheltie ist kein Zwerg, aber klein genug um sich überall rasch anzupassen. Es ist ein Hund, der so viel Bewegung wie nur möglich liebt und nicht schnell ermüdet. Auch sein Sprungvermögen ist im Verhältnis zu seiner Größe stark entwickelt.

 

Mit anderen Hunden ist der Sheltie normalerweise gesellig, gerade bei Hunden seiner eigenen Rasse.

Farbtypen

Insgesamt gibt es 6 Sheltie-Farben:

  1. Gold-Sable / Zobel-Weiß : goldbraun mit allen Schattierungen, mit weißen Abzeichen an der Brust, an den Pfoten und an der Halskrause.
  2. Dark-Sable / Dunkel-Zobel-Weiß :
  3. Tricolour : tiefschwarz mit braunen und weißen Abzeichen.
  4. Schwarz-Weiß
  5. Blue Merle : blaugrau mit kleinen, schwarzen Tupfen und ebenfalls braunen und weißen Abzeichen.
  6. Bi-Blue

Die letzten beiden sind allerdings genetisch nicht von einem Tricolour bzw. schwarz-weißen Sheltie zu unterscheiden. Einzig und allein der Merle-Faktor trägt dazu bei, dass ihr Erscheinungsbild nicht unbedingt dem eines Tricolours gleicht.

siehe auch: Genetik

Pflege

Djane of the Golden Fir, Fleming Isabelle

Das wunderschöne Haarkleid des Shelties, das ein ganz wesentlicher Teil seiner Attraktivität ist, ist nicht sehr aufwändig, wenn man seinen Hund sauber und ordentlich hält. Die Routinepflege, also regelmäßiges Kämmen und Bürsten, braucht höchstens eine halbe Stunde wöchentlich um Verfilzungen oder Verknotungen des Fells zu vermeiden. Dabei entfernt man loses Haar am besten indem man den Hund gegen den Strich in einzelnen Lagen bis auf die Haut kräftig bürstet und dann wieder in die alte Lage zurückkämmt.

 

Doch muss man bedenken, dass ein Sheltie mindestens einmal jährlich einen kompletten Haarwechsel hat. Doch anders als bei vielen anderen Hunderassen, dringt das Sheltiehaar nicht in Teppiche... Einfaches Staubsaugen reicht also völlig aus, um die Wohnung sauber zu halten.

 

Auch die Pfoten sollten gepflegt werden. Abstehendes Haar zwischen den Zehenballen sollten daher regelmäßig entfernt werden. So verhindern sie, dass sich unter den Pfoten Schmutz ansammelt.

 

Die Krallen des Shelties sollten öfters kontrolliert werden und wenn nötig gekürzt werden. Am einfachsten und sichersten benutzt man hierzu eine Nagelzange (auf keinen Fall die Wolfskrallen vergessen!)

 

Viele Shelties neigen öfters zu Zahnsteinansammlungen. Deshalb sollte man die Zähne seines Hundes regelmäßig kontrollieren und gegebenfalls den Zahnstein mit einem speziellen Schaber entfernen. Oft reichen auch synthetische, harte Knochen aus, um dem Zahnstein vorzubeugen.

FCI Standard

FCI Standard vom Shetland Sheepdog
Standard
Shetland_Sheepdog_39.pdf
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